I ♥ Cheese…. and I pooted!

Wußtet Ihr, daß nasser Moosgummi an glatte Flächen “anklebbar” wird – zumindest solange, bis er wieder getrocknet ist? Ich nicht. Zumindest war ich mir nicht darüber im Klaren, daß ich es weiß und was man damit anfangen kann.

Filth Wizardry hatte die phantastische Idee, daraus für und mit Kindern Badewannen”aufkleber” zu basteln. Uns gefiel die Monster-Variante am besten. Da Monster Nr. 1 von Anfang an eine starke Ähnlichkeit mit Eduardo aus Fosters Haus für Phantasiefreunde (Foster´s Home for Imaginary Friends) hatte, sind wir auf dieser Linie geblieben. Bloo ist von meiner Tochter ganz alleine gemacht. Die Umrisse und Linien sind einfach mit wasserfestem Edding beidseitig aufgemalt (z.T. unterschiedlich, damit verschiedene Gesichter gemodelt weren können – z.B. lachend/weinend; mit/ohne Falten, schielend/normal etc…) und die Teile sind miteinander kombinierbar. Es werden sicher noch viele Figuren folgen. Schön finde ich aber auch die ursprüngliche Idee, wenig vorgegebene Objekte zu benutzen, mit denen ganze Phantasielandschaften gebaut werden können.

Das Ganze funktioniert übrigens an allen glatten Flächen, also auch beispielsweise an Fenstern. Ich wurde heute morgen mit einem übernächtigt aussehendem Cheese begrüßt, der nach den Kaffeefiltern greift…

Affenmuffins

Denkbar einfach – Muffin (hier Schoko + Banane) mit Oblaten blegen: einmal der Kopf, dann die Schnauze darauf anlegen, dann noch eine Oblate halbieren und als Ohren in den Muffin hineinpieksen. Dekoriert mit Zuckerschrift. Wieder einmal ein klasse Weg, durch nette Optik über meine nicht vorhandenen Backkünste hinwegzutäuschen. Und es scheint doch tatächlich auch einige Menschen zu geben, die Oblaten sogar essen. Brrrrrr….

Weil es meiner Tochter zu unbunt war, kreierte sie aus den zerbröselten Oblaten noch ein paar Katzen und Hasen – Oblatenrundung außen: Hase, innen: Katze.

Fehlerfresserchen

Diese Art zu filzen ist wirklich furchtbar einfach – man benötigt einen alten Tennisball, umwickelt diesen dick mit Filzwolle (immer nur kleine Stückchen kreuz und quer auflegen und leicht mit Kernseifen-Wasser anfeuchten). Wenn die Schicht dick genug ist (im Zweifelfall lieber zu dick als zu dünn – der ungefilzte Ball ist bei mir etwa so groß, daß er in zwei Hände paßt), kann man die äußere Schicht noch vorsichtig kneten, damit sie schon einmal etwas verfilzt (nur mit den Fingerspitzen leicht reiben). Das ganze Gebilde wird dann in eine alte Strumphose verfrachtet, oben und unten enganliegend zugeknoten und in die Waschmaschine gestopft. Am besten filzt es sich, wenn man mehrere Bälle zusammen “wäscht”, ein paar große Handtücher kann man auch noch dazutun -  der Filz braucht etwas, woran er sich “reiben” kann, um zu verfilzen. Dann bei 60 Grad waschen, mit einem Teppichmeser den Mundschlitz einritzen und Wackel- oder Styroporaugen aufkleben.

Ich habe einen kompletten Klassensatz für die Nikolaussäckchen der Klasse meiner Tochter in nur 3 Waschmaschinenladungen “durchbekommen”. Innen kann man die “Fehlerfresserchen” noch mit ungefilzter Wolle in passender Kontrastfarbe auslegen und ein kleines Geschenkchen (in unserem Fall ein Botton mit dem Englisch-Maskottchen) einklemmen. An Weihnachten hatte ich sie gefüllt mit “Sternschnuppen” – einem Leuchtstern +  Gummiband. “Losschnipsen und was wünschen”.

 

Schrumpfköpfe Teil I

Dank einer lebenslangen Faszination für Schrumpfköpfe (inzwischen weitervererbt an meine Tochter), sind wir inzwischen Experten auf dem Gebiet der Herstellung. Weil die Produktion echter Schrumpfköpfe aufgrund Materialmangels vorerst auf Eis gelegt werden mußte, kompensieren wir das Ganze jährlich in den Wochen vor Halloween durch das Schnitzen von Apfelköpfen.

Man benötigt lediglich Äpfel, die man dann in Form schnitz und trocknen läßt (das dauert einige Wochen). Zähne kann man aus Reis, Augen aus Nelken einsetzen. Die fertig geschnitzten Äpfel kann man in eine Mischung aus Zitronensaft (gegen das Eindunkeln) und Salz (damit die Flüssigkeit schneller entzogen wird) einlegen. Beschleunigt werden kann das Trocknen noch durch einige Stunden im Backofen bei niedriger Temperatur und leicht geöffneter Backofentür. Hier nun die noch frischen Exemplare:

 

Schlangenkuchen

Hier noch eine Idee für einen einfachen, aber doch ganz effektvollen Kuchen – bei uns vor allem gefordert für Kindergeburtstage in Kindergarten/Schule (ganz praktisch, weil ein einzelner Kuchen ja oft nicht für eine größere Gruppe reicht). Wahlweise ummodelierbar in Schlange / Drache / Bücherwurm.

Man benötigt zwei runde Kuchen, schneidet jeweils einen Kreis aus der Mitte (man kann zB eine kleine Schüssel als Schablone benutzen) und teilt dann die beiden übriggebliebenen Ringe in  jeweils zwei Hälften. Einen Kreisausschnitt benutzt man als Kopf, dann setzt man die halben Ringe wellenförmig an (die letzte Ringhälfte kann man auch noch einmal vierteln), aus dem zweiten Kreisausschnitt wird die Schwanzspitze “geschnitzt”. Dann nach Wunsch verzieren (Buttercreme sähe bestimmt klasse aus, aber damit kann ich nicht umgehen), ordentlich Zuckerdeko drauf, zwei schöne große Augen (in diesem Fall “Glotzis” von Trolli, es gehen aber auch zB kleine Kekse etc.) Der “Bücherwurm” zur Einschulung bekam Russich-Brot Buchstaben als Zacken und eine Brille aus Lakritze verpaßt, die Zunge bestand sinnigerweise aus einer “Sauren Zunge”. Zum Transportieren hat sich bei uns ein einfacher Regalboden aus dem Baumarkt bewährt.

Mein-kleines-Pony-Kuchen und ein Kuchenrezept für Dummies (wie mich) mit Gelinggarantie …

Eigentlich bin ich eine echte Backnull, aber hier das einzige Kuchenrezept, das bei mir auch wirklich immer gelingt. Durch den Schmand wird der Kuchen schön fluffig…

  •  je 300 gr Mehl, Zucker und weiche Butter (bei der Butter reicht auch ein 250 g Block)
  • ein Päckchen Backpulver
  • ein TL Natron
  • ein Becher Schmand
  • 4-5 Eier

Alles einfach miteinander vermixen + bei 180 Grad ca 50-60 Minuten backen lassen. In der Regel machen wir aus dem Teig einen Marmorkuchen, aber natürlich kann man auch alle möglichen anderen Zutaten hinzufügen. Und wem das Ganze zu süß ist, der kann natürlich auch den Zucker reduzieren (diese 300er-Angaben sind halt eine gute Gedächtnisstütze).

Für den Pony-Kuchen habe ich die doppelte Menge Teig in einem tiefen Backblech gebacken, dann das via google gefundene Motiv in der gewünschten Größe ausgedruckt und ausgeschnitten (Posterdruck, da kann man ja leicht stückeln) und mit einem scharfen Messer die Umrisse ausgeschnitten. Dekoriert ist das ganze einfach mit Zuckerguß (Grundfarbe rosa), die Konturen sind mit bunten Gummischnüren gelegt – mit Zuckerschrift komme ich einfach nicht klar. Die einzelnen Segmente sind mit buntem Zuckerguß mit einem Pinsel (! super Tip von Bekannten, so kann man wirklich mit dem Zuckerguß “malen”) eingefärbt.Dazu noch Liebesperlen und Streusel drauf und fertig.                    

Dafür, daß ich eigentlich wirklich nicht backen kann und das Tollste, was ich bisher hingekriegt habe ein nicht ganz verbrannter Kastenkuchen war, bin ich doch recht stolz auf mich …