Fehlerfresserchen

Diese Art zu filzen ist wirklich furchtbar einfach – man benötigt einen alten Tennisball, umwickelt diesen dick mit Filzwolle (immer nur kleine Stückchen kreuz und quer auflegen und leicht mit Kernseifen-Wasser anfeuchten). Wenn die Schicht dick genug ist (im Zweifelfall lieber zu dick als zu dünn – der ungefilzte Ball ist bei mir etwa so groß, daß er in zwei Hände paßt), kann man die äußere Schicht noch vorsichtig kneten, damit sie schon einmal etwas verfilzt (nur mit den Fingerspitzen leicht reiben). Das ganze Gebilde wird dann in eine alte Strumphose verfrachtet, oben und unten enganliegend zugeknoten und in die Waschmaschine gestopft. Am besten filzt es sich, wenn man mehrere Bälle zusammen „wäscht“, ein paar große Handtücher kann man auch noch dazutun –  der Filz braucht etwas, woran er sich „reiben“ kann, um zu verfilzen. Dann bei 60 Grad waschen, mit einem Teppichmeser den Mundschlitz einritzen und Wackel- oder Styroporaugen aufkleben.

Ich habe einen kompletten Klassensatz für die Nikolaussäckchen der Klasse meiner Tochter in nur 3 Waschmaschinenladungen „durchbekommen“. Innen kann man die „Fehlerfresserchen“ noch mit ungefilzter Wolle in passender Kontrastfarbe auslegen und ein kleines Geschenkchen (in unserem Fall ein Botton mit dem Englisch-Maskottchen) einklemmen. An Weihnachten hatte ich sie gefüllt mit „Sternschnuppen“ – einem Leuchtstern +  Gummiband. „Losschnipsen und was wünschen“.

 

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