Fehlerfresserchen

Diese Art zu filzen ist wirklich furchtbar einfach – man benötigt einen alten Tennisball, umwickelt diesen dick mit Filzwolle (immer nur kleine Stückchen kreuz und quer auflegen und leicht mit Kernseifen-Wasser anfeuchten). Wenn die Schicht dick genug ist (im Zweifelfall lieber zu dick als zu dünn – der ungefilzte Ball ist bei mir etwa so groß, daß er in zwei Hände paßt), kann man die äußere Schicht noch vorsichtig kneten, damit sie schon einmal etwas verfilzt (nur mit den Fingerspitzen leicht reiben). Das ganze Gebilde wird dann in eine alte Strumphose verfrachtet, oben und unten enganliegend zugeknoten und in die Waschmaschine gestopft. Am besten filzt es sich, wenn man mehrere Bälle zusammen „wäscht“, ein paar große Handtücher kann man auch noch dazutun –  der Filz braucht etwas, woran er sich „reiben“ kann, um zu verfilzen. Dann bei 60 Grad waschen, mit einem Teppichmeser den Mundschlitz einritzen und Wackel- oder Styroporaugen aufkleben.

Ich habe einen kompletten Klassensatz für die Nikolaussäckchen der Klasse meiner Tochter in nur 3 Waschmaschinenladungen „durchbekommen“. Innen kann man die „Fehlerfresserchen“ noch mit ungefilzter Wolle in passender Kontrastfarbe auslegen und ein kleines Geschenkchen (in unserem Fall ein Botton mit dem Englisch-Maskottchen) einklemmen. An Weihnachten hatte ich sie gefüllt mit „Sternschnuppen“ – einem Leuchtstern +  Gummiband. „Losschnipsen und was wünschen“.

 

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Pliegenfilze

Wer mag schon keine Fliegenpilz-Deko? Für einen Kindergeburtstag habe ich mit meiner Tochter diese Klammerkette gebastelt. Die Idee haben wir von diesem tollen Blog gemopst: http://mamaskram.blogspot.com/2009/08/gluck-am-laufenden-band.html.

Es handelt sich um weiß angemalte Wäscheklammern aus Holz, die Pilzhüte sind aus dickem Filz ausgeschnitten (glücklicherweise bin ich spontan an ein reduziertes rustikales Dekoset herangelaufen – an sich potthäßlich, aber für Fliegenpilze perfekt geeignet). Eigentlich wollten wir für die Schnur eine grasgrüne Filzwolle benutzen, nur leider war selbige nicht auffindbar … so also als Notbehelf eine recht unspektakuläre Variante, naja…  Rangeknipst wurde der Inhalt eines Puzzleball-Adventskalenders (ich wußte doch, daß es sich lohnt, gewisse Dinge im Ausverkauf gleich  mehrfach aufzukaufen – selbst WENN sie dann den vollgestellten Keller noch mehr vollstellen… zumal hier explizit Puzzlebälle und/oder Sachen mit Pferden gewünscht waren – nimm, DAS, werter Mitbewohner).

Ich finde die Idee einfach klasse, und Töchterlein konnte eigentlich alles ganz alleine basteln – Dankeschön für die Idee!